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11.03.2006 Konzert @ Kallewerk, Bad Salzungen, Deutschland

BBT rockt Germany – unglaublich aber wahr! Auf dieses Ereignis freuten wir uns alle seit Wo-chen, und somit waren wir auch dementsprechend gespannt.

Wir waren zusammen mit Medusa’s Child und Asgaia zum Power & Rage-Festival 2006 im Kallwerk in Bad Salzungen in Westthüringen eingeladen worden, wo auch schon grosse Bands wie Night-wish, Children Of Bodom, etc. etc. auf der Bühne standen. Zudem war es für uns die erste Möglich-keit uns im Ausland zu präsentieren. Deutschland schien uns dazu bestens geeignet, da die dorti-gen Metalszene doch einiges grösser und auch kommerzieller ist als in der kleinen Schweiz. Der Weg einer jeglichen Metalband aus der Schweiz führt unweigerlich über Deutschland (zumindest in 9 von 10 Fällen). Aus dieser Sicht betrachtet, war dieses Konzert für uns sehr sehr wichtig und auch entscheidend.

Am Morgen des Freitag, 10.März gings mit dem erst am Vorabend gemieteten Herbies (ein weisser VW-Bus, Jahrgang 1987, mit blauen und roten Streifen und der Nummer 53 ;) (siehe auch Pics) Richtung Proberaum/Studio, wo wir erst einmal das ganze Equipment einluden, und bald darauf auf direktem Weg Norden ansteuerten. Die Stimmung innerhalb des Fahrzeugs befand sich zu diesem Zeitpunkt irgendwo zwischen müde, erwartungsvoll und stolz. Die Fahrt war gespickt mit kleinen witzigen Geschichten, die glücklicherweise zu keinen grösseren Katastrophen führten (z.B. als wir nach einem Tankstopp eine Pinkelpause einlegten, und plötzlich bemerkten, dass der Tankdeckel, der doch vorhin noch an seinem dafür vorhergesehenen Platz befand, spurlos verschwunden war ;) (zum Glück hatte die nächste Tanke genau passende Tankdeckel im Sortiment ;)).

Als wir nach guten acht Stunden Fahrt unser Ziel Bad Salzungen erreichten, wurden wir von einer überaus reizenden Dame, ein Medusa’s Child Fan, begrüsst und zu unserer Unterkunft gelotst, eine gemütliche Pension im einem grossen Eigentumshaus, nahe des Waldes und grossen Feldern. Dann begrüsste uns eine ältere Dame, die wir liebevoll „Oma“ nennen durften, und zeigte uns das Haus. Gemütliche Zimmer, grosse Betten, ein 72cm-Fernseher und schlussendlich ein immerwährend gefüllter Kühlschrank und ein voller Brotkasten – es roch nach frisch geröstetem Kaffee und kross gebratenem Speck…und das Gefühl, dass jemand auf uns wartete, machte diesen Platz zum perfekten Ort, um sich für ein Konzert vorzubereiten und sich ein kleines Stück weit wie ein Rockstar zu fühlen ;). Den Freitag Abend verbrachten wir mit Essen, Trinken, Fernsehschauen und Gitarrespielen…die wahrhaftige Ruhe vor dem Sturm.

Am nächsten Morgen ging es vorerst ruhig weiter. Ein reichliches Frühstück stärkte uns für den Tag. Am frühen Nachmittag stiegen wir wieder in unseren Bus ein und gelangten so zum Kallewerk. Die Location entpuppte sich als mittelgrosse Halle, mit gemütlichen Sitzgelegenheiten und einer grossen Bar. Wir erhielten die Backstagepässe und mussten sogleich ein erstes Ärgernis in Kauf nehmen: es werden weder Getränke noch etwas zu essen vom Kallewerk spendiert!

Asgaia begannen mit dem Soundcheck, und inzwischen waren auch die zwei Männer eingetroffen, die das Konzert filmen und anschliessend eine DVD davon machen würden. Sie installierten ihre Einrichtung und der Soundcheck zog sich in die Länge…doch noch war genug Zeit. Die Hälfte von uns nutze die freie Zeit, um im gegenüberliegenden Nahrungsmitteldiscounter Flüssiges und Festes für alle einzukaufen.

Nach Asgaia waren mit Medusa’s Child die zweite lokale Band mit dem Soundcheck an der Reihe, und auch dieser entpuppte sich als zäh. Ein zweiter Blick auf die Uhr bestätigte, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis die Türen geöffnet würden und die ersten Leute bereits eintrafen. Und so kam es dann auch.

Und so mussten bzw. durften wir unseren Soundcheck vor einem kleinen Publikum durchführen. Der Soundcheck selbst verlief gut, der Sound auf der Bühne aber aufgrund zu wenigen Monitoren eher unbefriedigend. Nichtsdestotrotz freuten wir uns alle tierisch, denn in einigen Minuten würden BBT ganz offiziell das Festival eröffnen!

Pünktlich um 22 Uhr ertönte das von uns erstmalig eingesetze Intro. Verdammt, dieses Gefühl, dieses opulente und orchestrale Intro in dieser grossen Halle auf dieser Anlage zu hören, wo man es doch vorerst immer nur im Studio auf den Monitoren gehört hatte, liess einen einen kalten Schauer über den Rücken jagen. Und die anwesenden Leute schienen bereits ihr Gefallen daran zu finden: sie gröhlten und johlten, pfiffen und schrien. Mir persönlich schien der Zeitpunkt für Bards Beyond Time noch nie so perfekt passend wie jetzt!

Zu den letzten Noten des Intros traten wir auf die Bühne und rockten sofort ab! Nachdem wir bis anhin immer „Wisdom“ als Opener spielten, entschieden wir uns dieses Mal für „Battle Of The Past“, was sich als gute Entscheidung erwies. Die Halle rockte und wie wir hatte auch das Publikum seinen Spass. Nun kam „Wisdom“, gefolgt von der Livepremiere unseres neuen Songs „The Dark Embrace“ – und die düstere Atmosphäre dieses Liedes, die schwarzmetallisch angehauchten Melo-dien und die progressiven Rhythmen liessen die Halle erbeben Die Leute bangten, wippten und schrien, dass es für uns auf der Bühne eine Freude war! Im Anschluss nahmen wir etwas der Komplexität und Progressivität der dunklen Umarmung heraus, als wir zu unserem ersten Cover des Abend schritten, nämlich „Six Feet Under The Ground“, ursprünglich von einer eher unbekannteren finnischen Band „Deathlike Silence“.

Die damit initiierte Stimmung legte die richtige Basis für die fast schon zu einem Mammutwerk verschmolzenen beiden „Gone“ und „Twilight Angels“, welches am letzen Konzert in Bern seine Livepremiere feierte. Im ersten Teil von „Gone“ sah man das Publikum träumend, leise den Melo-dien lauschend, wo im zweiten Teil von „Gone“, „A Fading Dream“ und mit „Twilight Angels“, wel-che den Härtegrad noch ein paar Punkte nach oben schraubte, die anwesenden Konzertbesucher wieder mit progressiven Rhythmen und vielseitigen Melodien beschallt wurden. Am Ende von „Twi-light Angels“, so schien es, war einfach irgendwie jeder mitgerissen.

Mit einem Song der US-Hard Rock-Band „Vixen, „Only A Heartbeat Away“, coverten wir noch ein-mal einen Song, bevor wir den „Spirit Of The Land“ als letztes Lied unserer offiziellen Performance ins Kallewerk einhauchten. Wir und auch das Publikum gab noch einmal volle Pulle, es wurde gepost, gebangt und in den vorderen Reihen sogar etwas gemosht. Noch bevor wir den Applaus des Publikums geniessen konnten, überraschte uns unser Schlagzeuger Beni mit einem Drumsolo. Wir auf der Bühne hatten das Gefühl, dass spätestens jetzt einfach jede und jeder Anwesende seinen Spass hatte und dementsprechend wurde Benis, ich sage jetzt einfach mal „Geknüppel“ ;) von Pfiffen und Klatschen begleitet.

Danach konnten wir uns es nicht verkneifen, als allerletzte Zugabe noch „The Trooper“ von der Metallegende Iron Maiden zu covern. Wir hatten dieses Lied an der letzten Probe zusammen zum ersten Mal ernsthaft gespielt und entschieden uns spontan, den Song zu bringen, da eh nichts mehr schief gehen konnte. Als Besonderheit sang unser Rhythmusgitarrist den Song, und so be-schlossen wir unser über einstündiges Konzert ehrenvoll.

Der ganze Gig war einfach nur super, super Publikum, super Stimmung! Obwohl unsere Performance alles andere als fehlerfrei war, hat es sowohl für uns als auch für alle Anwesenden einen Riesenspass gemacht, mit uns abzurocken (hoffen wir zumindest ;)).

Also, zur besseren Übersicht die komplette Setlist noch mal als Liste zusammengestellt:

-    Intro
-    Battle Of The Past
-    Wisdom
-    The Dark Embrace
-    Six Feet Under The Ground
-    Gone
-    A Fading Dream (Gone Pt. 2)
-    Twilight Angels
-    Only A Heartbeat Away
-    Spirit Of The Land
-    Drumsolo
-    The Tropper
-    Bombs Away

Als wir uns dann müde aber glücklich in unseren Backstageraum zurückzogen, folgte sogleich auch schon die nächste Überraschung. Aline kam ganz aufgeregt zu uns und erkundigte sich danach, wo Beni steckte, draussen sei ein Fan, der unbedingt signierte Drumsticks haben wolle – WAHNSINN! Im Kallewerk warteten dann noch einige Autogrammjäger mehr und wir kritzelten unsere Namen auf Bierdeckel, Setlisten und andere lustige Dinge. Hier wussten wir, dass der Gig mehr als ein Erfolg war!

Wir möchten uns noch mal wirklich ganz herzlich bei allen Beteiligten bedanken, allen voran bei Crow von Medusa’s Child für die super Gelegenheit und fürs Organisieren, dann bei den Leuten vom Kallewerk, bei der „Oma“ in der Pension für ihre liebevolle Gastfreundschaft, alle anderen von Medusa’s Child für die witzigen und zum Teil sinnlosen Gespräche ;), und natürlich beim Publikum, ihr wart wirklich super und habt diesen Abend für uns wirklich unvergesslich gemacht!!! Als relativ kleine Band, wie wir es sind, die ganz am Anfang stehen, sind solche Erlebnisse der Schlüssel für Motivation, Kreativität und schlussendlich Freude.

Zuletzt bedanke ich mich auch noch bei unserem Gitarristen Alain, fürs Fahren und fürs Organise-ren.

MW


25.01.2006 Konzert @ Wasserwerk, Bern

Am Mittwoch, dem 25. Januar 2006 fand die erste Qualifikationsrunde des Nachwuchswettbewerbs „RealLive Festival“ in Bern im Wasserwerk statt, was nach unseren guten Erfahrungen mit Bandwettbewerben (mycokemusic-Competition) für uns eine gute Möglichkeit darstellte, live zu spielen und vielleicht sogar die nächste Runde zu erreichen.

Nach dem abgesagten Soundcheck machten wir uns es im Backstageraum gemütlich, der mit gratis Getränken und weich gepolstetern Sitzgelegenheiten ein gemütliches Ambiente ausstrahlte. Einige Gesichter der Mitglieder der anderen Bands kamen uns bereits vom mycokemusic-Wettbewerb bekannt vor, so auch die der ersten Band aus Biel. Ihr lockerer Funk Rock schuf eine lockere Atmosphäre beim eher spärlich gesäten Publikum. Danach war Zeit für die zweite Band, während dessen Auftritt wir uns bereit machten, die Instrumente stimmten und noch einmal die letzten Details durch den Kopf gingen lassen. Dann war die Zeit gekommen, die Bühne einzunehmen. Das Aufstellen war eine Sache von wenigen Minuten, die Profis vom Wasserwerk zeigten, wie wenig Zeit man eigentlich benötigt, ein ganzes Set aufzustellen. Wir wurden vom Moderator (und Jurymitglied) angesagt und schon gingen die Lichter für die nächsten 25 Minuten (so lange hatten wir im Rahmen der RealLive-Bestimmungen Zeit, uns und unsere Songs zu präsentieren) BBT aus...

Wir legten sofort mit unserem Opener „Wisdom“ los. Der Sound auf der Bühne war relativ gut, da jeder einen eigenen Monitor hatte. Danach folgte bereits unsere Ballade „Gone“, allerdings ohne Part 2, den wir aus Zeitgründen schweren Herzens aus unserer Setlist gestrichen hatten. Der Sound (zumindest der auf der Bühne) wurde während unseres Auftrittes immer besser, wie es sich für das Publikum anhörte, können wir leider nicht sagen. Nun war es aber bereits wieder fertig mit der Stille, denn im direkten Anschluss an „Gone“ suchten die „Twilight Angels“ das Wasserwerk und die wenigen Zuhörer heim, ein neuer Song, der an diesem Abend Livepremiere feierte und der uns sowie auch allen Anwesenden zeigte, dass wir an diesem Song noch zu feilen haben, da sich doch einige Fehler einschlichen. Nichtsdestotrotz eine schöne Erfahrung. Nach zehn Minuten „Twilight Angels“ beendeten wir bereits (gezwungenermassen – die Zeit war halt einfach knapp ;)) unseren Gig mit unserem „Spirit Of The Land“, welcher vor allem bei uns auf der Bühne noch mal ordentlich für Stimmung sorgte, vom Publikum war bis auf unsere zwei Fans in der ersten Reihe (vielen Dank noch mal ;)), wenig zu bemerken...

Alles in allem bleibt ein etwas blasses Fazit, woran aber auch das Publikum nicht ganz unschuldig war... Es waren relativ wenig Leute anwesend, und die, die da waren, waren sicherlich nicht unsere Zielgruppe, da sich die anderen Bands, die an diesem Abend aufgetreten sind, sich klar in anderen Genres bewegen (vor allem Punk Rock, Alternative oder Funk Rock). Aber auch wir sind nicht ganz unschuldig daran, dass es hätte besser laufen können: Es sind Fehler geschehen und uns wurden Schwächen in unserer Performance aufgezeigt, die wir jetzt gezielt in der Vorbereitung auf unsere Tournee mit Medusa’s Child ausmerzen können.

So reichte es dann auch nicht, die nächste Runde des Contests zu erreichen. Wir gratulieren den zwei erfolgreichen Bands und danken für den schönen Abend und die netten Gespräche!

An dieser Stelle möchte ich noch im Namen der gesamten Band die schlechte Organisation im Vorfeld des RealLive-Festivals bemängeln: schlechte Kommunikation und Mails, die schon fast drohenden Charakter haben, gehören sich einfach nicht für so einen Bandcontest und werfen ein unprofessionelles Licht auf alle Beteiligten. Wir erfuhren erst vor Ort, um welche Zeit wir spielen werden, also für uns keine Chance unsere Leute und Fans zu mobilisieren. Dabei sollte doch ein Veranstalter daran interessiert sein, dass Leute den Gig besuchen?! Vor Ort lief aber bis auf das Hickhack für die Durchführung des Soundchecks (oder eben besser „Nichtsoundcheck“) alles mehr als glatt und möchten uns auch bei den Technikern bedanken, die wirklich einen super Job abgeliefert haben! So macht das ganze dann auch wesentlich mehr Spass, als nie zu wissen was auf einen zukommt und böse Mails lesen zu müssen...

MW


14.11.2005 Konzert @ Selvegärtli, Thun
Das kleine Städtchen Thun, am Fuss der Alpen gelegen, an einem verregneten und grauen Freitagabend im November…langweilig? Keineswegs, denn die Bards sind wieder unterwegs!

Als wir am späten Nachmittag von Sarah das Angebot bekamen, in ein paar Stunden einen Gig zu spielen, war die Überraschung bei uns allen gross. Das Selvegärtli in Thun hatte ein Metalabend mit den beiden Bands Ohm und Etherial organisiert, doch der Sänger von Ohm lag im Bett mit einer Grippe und konnte nicht auftreten. Und da Sarah an diesem Abend ein Gastspiel mit der Gothic Metal Band Etherial gab, war sie die erste, die vom Ausfall Ohm’s erfuhr und die Idee hatte, kurzfristig die restlichen Bardies anzufragen um kurzfristig einzuspringen. Ausser Gitarrist Steph war es allen möglich anzureisen, und somit ergriffen wir die Chance und halfen aus anstatt einfach die freigewordene Lücke frei zu lassen.

Anfänglich war es dann doch etwas schwierig, da Keyboarder Manuel noch bis um acht Uhr Abend arbeiten musste, und auch das Organisieren von Equipment in aller letzter Minute machte vor allem Alain zu schaffen. Doch es klappte dann doch und nach allem Aufstellen und Einrichten reichte es sogar noch für einen kurzen Soundcheck.

Dann begann das Warten...anfänglich hiess es, wir könnten um 21.30 beginnen, doch daraus wurde nichts, wohl wegen zu wenig Publikum. So begannen wir gegen 22.30 und das „Selvegärtli“ hatte sich inzwischen doch überraschenderweise ziemlich gut gefüllt, fand doch am selben Abend noch das Honkey Tonk-Beizenfestival in Thun statt.

Wir betraten die Bühne und wurden noch vom Sänger von Etherial angesagt, der auch noch auf unsere CD hinwies. Danach fingen wir an abzurocken, und „Wisdom“ ging bereits gut ab und stellte sich wiedereinmal (wie schon bei unserem Gig in der Galeria in Pratteln) als perfekter Opener heraus. Weiter ging’s mit „Bombs Away“, bei dem man bereits die ersten Leute beim Headbangen ertappen konnte. Danach folgte mit „Melting Snow“ die erste Ballade des Abends, die vielleicht für den ein oder anderen etwas zu früh kam...aber trotzdem kam der Song gut an und wurde mit lautem Applaus und einigen Pfiffen (positive natürlich!) quittiert. Nach einer Ansage von Gitarrist Alain (ja, auch das kann er :P) wurde es wieder laut im Selvegärtli, als wir den „Battle Of The Past“ anzettelten. Der Song war ungewöhnlich schnell (sowieso waren die meisten Songs beträchtlich schneller als auf der CD, aber „Battle Of The Past“ besonders), und brachte die meisten von uns ins Schwitzen, dafür war aber der Song auch bereits nach knapp 3 Minuten beendet, das aber dem Thuner Publikum nichts auszumachen schien. Danach war es Zeit, mit dem Instrumental „Savage Circle“, dessen ruhige und doch treibende Atmosphäre gut ins Szenario passte, wieder etwas ruhiger an die Sache ranzugehen. Dann folgte das zweite „richtige“ ruhigere Stück, „Gone“, direkt gefolgt von dessen zweiten Teil „A Fading Dream“. „Gone“ feierte an diesem Abend Livepremiere, da wir am letzten Gig in Pratteln zu wenig Zeit zur Verfügung hatten, bzw. der zweite Teil noch gar nicht existierte ;). Das zweiteilige Lied kam überraschend gut an, manche sagten sogar am Ende des Konzertes, der Song habe sie am meisten beeindruckt, selbst bei einigen spielerischen Fehler... Dann folgte bereits wieder der letzte Song, der wiedereinmal „Spirit Of The Land“ war. Der Track machte noch mal ordentlich Dampf und beendete unsere Performance gebührend.

Alles in allem war es ein gelungener Auftritt, wenn man die Spontanität des ganzen Events mit in die Betrachtung einbezieht. Der Sound war akzeptabel für die Grösse und vor allem Form des Raumes. Sicher nicht fehlerfrei, aber ehrlich, spassig und auch lehrreich für uns war die Performance an dem Abend und diese war auch in soweit wichtig, dass wir uns zum ersten Mal in unserer näheren Umgebung zeigen, hoffentlich Fuss fassen konnten und versucht haben, uns in den Köpfen der Thuner Rocker und Metaller zu verankern.

MW


21.05.2005 Konzert @ Galery, Pratteln
Am Samstag, 21. Mai 2005 lud die Konzertfabrik Z7 zu einer Jam-Session ein – für uns DIE Chance, uns zum ersten Mal einem Publikum zu präsentieren und etwas Live-Luft zu schnuppern. Es waren viele Bands angemeldet, und jede Gruppe hatte 20 Minuten Zeit zu zeigen, was in ihr steckt. „Gutes Konzept“, dachten wir und meldeten uns an. Wir bereiteten uns intensiv auf unseren ersten Gig vor, wollten wir doch alle, dass das ganze auch Hände und Füsse hat und Professionalität ausstrahlt.

Nachdem wir lange nichts vom Z7 gehört hatten, erführen wir am Freitag Abend endlich, dass wir spielen konnten! Also ging’s am Samstag, 19.00 Uhr in Alain’s vollbeladenem Auto guter Dinge und gut gelaunt auf nach Pratteln.

Die Location entpuppte sich als gemütlicher Club mit einer erstaunlich grossen Bühne und coolem Ambiente. Kurze Abmachungen mit dem Organisator folgten, und wir einigten uns darauf, als vierte Band zu spielen. So weit, so gut und das Warten begann...anstatt um 21.00 Uhr begann die erste Band erst um 22.15 zu performen, wohl wegen der Zuschauerzahl, die doch am 21.00 Uhr noch etwas niedrig gewesen war...

Die erste Band versprühte mit ihrem multiinstrumentalisiertem Poprock gute Laune und auch die Galeria füllte sich zunehmend, was sich natürlich positiv auf unsere Laune und wohl auch etwas negativ auf des einen oder anderen Nervosität auswirkte ;).

Das zweite Konzert an dem Abend entpuppte sich als sehr minimalistisch gehaltener Black Metal, was wohl für die meisten Zuhörer mehr als eine Zumutung war, und so war der Saal plötzlich wieder gähnend leer...wir hofften auf ein ansprechendes drittes Konzert, was sich auch als solches erwies. Zeit für uns, unser Equipment auszupacken und die Gitarrensaiten zu stimmen.

Dann war es endlich soweit: Die Bühne war leer und somit Platz für die Bards Beyond Time! Manuel schätzte sich glücklich, den Keyboardständer vom Pianisten der letzten Band benutzen zu dürfen und somit waren auch schon die letzten grösseren Probleme aus dem Weg geräumt. Auf- und eingestellt war schnell (hiermit ein grosses Lob an den Organisator, der wirklich alles im Griff hatte), und schon konnten wir mit unserem aller ersten Konzert beginnen!

„Wisdom“ war der perfekte Opener. Das Publikum gab lauten Applaus, was uns sehr überraschte (es hatte wohl keiner erwartet, dass wir schon beim ersten Lied so gut ankommen werden) und uns noch mehr motivierte. Unser zweiter Song „Bombs Away“ machte in Sachen Tempo und Power dort weiter, wo „Wisdom“ aufgehört hatte, und man sah tatsächlich wie einige Leute im Publikum kräftig mit dem Fuss wippten oder sogar etwas headbangten! Den Schluss des Songs zierten die Zuhörer mit noch lauterem Applaus und sogar verinzeltem johlen! Der einzige Kritikpunkt ist an Phil’s Basssound anzubringen, der einfach viel zu übersteuert war. Das sollte sich allerdings im Verlaufe unseres Konzertes noch ändern...

Als nächstes folgte unsere Ballade „Melting Snow“, die im grossen Raum der Galeria sogar noch besser klang als bei uns im Bandraum oder unsere Aufnahme ab Band. Aline holte alles aus ihrer Stimme heraus und das Publikum lauschte gespannt und wohl teilweise leicht träumend unseren Klängen. Und schon sollte unser letzter Song folgen, da wir kurz vor dem Betreten der Bühne beschlossen hatten, „Battle Of The Past“ nur zu spielen, wenn noch genügend Zeit vorhanden wäre, was sich als gute Entscheidung entpuppte, denn für „Spirit Of The Land“ war gerade noch Platz innerhalb unserer zwanzig Minuten. Der Song bildeten einen guten Schluss, da er noch einmal unsere ganze Power und unsere Ambition an den Tag legte und wohl auch Zuschauer überzeugte, die eigentlich unsere Art von Musik weniger mögen.

Für uns war das Konzert einfach viel zu schnell vorbei, denn eigentlich wurden wir alle erst gerade richtig warm, und Phil’s Bass tönte endlich gegen Schluss auch sauber. So schnell wie wir aufgebaut hatten, war die Bühne von uns auch wieder freigeräumt und somit Platz für die nächste Combo geschaffen wurde. Noch beim Zusammenräumen kamen einige Leute auf uns zu, die uns regelrecht mit Komplimenten überhäuften! Vom Metaller zum Normalo, vielen Zuhörern schien unsere Musik zu gefallen, was wirklich alle unsere Erwartungen um das Vielfache übertraf!

Müde aber überglücklich und ziemlich stolz führten wir unseren ausgetrockneten Körpern wieder die auf der Bühne verlorene Flüssigkeit zu, bevor wir endgültig die Heimreise antraten.

Unter dem Strich war es ein perfekter Abend: gute Organisation vor Ort, nette Leute, und ein super Gig!

An dieser Stelle möchte ich noch einmal allen Beteiligten danken, dass aus diesem Abend für uns ein unvergessliches Erlebnis wurde, an welches wir sicher noch lange zurückdenken werden. Es wurde uns der Rücken gestärkt und sehen uns jetzt noch mehr bestätigt in unserer Absicht, gute Musik und noch bessere Konzerte zu machen :). Danke und keep on rocking!

See you next time (und das kommt bestimmt hehe)!

MW